Montag, 12. August 2013

Cartagena 2 und Tschüss

Blick vom Castillo de San Felipe


Markt

Nach 2 Wochen in Cartagena werden wir diese nette Stadt bald verlassen. Zur Zeit beladen wir die Amzer Zo fleißig mit Vorräten und wollen am Mittwoch weitersegeln. Wir wollen zu den Islas Rosarios, Isla Bernado bis nach Sapzurro an der Grenze zu Panama. Nach Kuna Yala bewegen wir uns dann im September. Viele Segler, die hier liegen, wollen auch nach Panama, so dass wir dort bestimmt auf Bekannte treffen werden.


Samstag, 3. August 2013

Cartagena de Indias

Ankerplatz
auf der Kutsche mit Pim


am Strand von Bocagrande mit Therese
Einfahrt bei Dämmerung



Seit dem 1.8. sind wir in Cartagena de Indias.
Heiß, heiß, heiß!

Eine Woche sind wir jetzt schon in dieser schönen Stadt und wir waren trotz der Hitze nicht müßig. So richtig aktiv werden kann man hier nämlich nur früh morgens oder am nachmittag, über Mittag ist es einfach zu heiß, um sich zu bewegen. Wir liegen am Clubo Nautico vor Anker, zahlen aber einen geringen Betrag an die Marina, dafür können wir Wasser holen, das Wifinetz nutzen, Wäsche waschen lassen und unsere Kajaks anbinden. Innerhalb von 4 Jahren ist die Marina immer noch eine komplette Baustelle, aber es gibt viele Cruiser hier, z.T. auch mit Kindern und das ganze Gewusel am DinghiDock ist sehr nett. Die Marinaleute sind alle sehr nett und hilfsbereit, alle freuen sich über die Kinder und ruhen nicht eher, bis alle Fragen geklärt sind. So haben wir recht schnell einen Termin mit einem Kühlschrankexperten.
Nochmal zusammenfassend die bisherigen Reparierversuche: In Martinique bemerken wir, dass der Kühlschrank nicht mehr geht und verabreden uns in der Marina mit dem ersten Mechaniker. Er vermutet ein Leck, findet aber keins und füllt lediglich das Kühlmittel auf, der Kühlschrank läuft 2 Monate problemlos bis Aruba. Dort das gleiche Problem, der nächste Mechaniker meint ein Leck gefunden zu haben, und meint man muss einen neuen kaufen. Wir versorgen uns mit Eis, da der Kühlschrank ausgebaut ist und erstmal nicht mehr läuft. Nächster Versuch in St. Marta, hier gibt es allerdings keine Fachleute. Der erste, der sich den Kühlschrank anschaut, sagt er will da nichts versuchen und verweist an den nächsten. Der kommt dann gar nicht erst. Ein weiterer "Fachmann" kommt an Bord, misst den Druck und sagt, wir haben gar kein Leck, der Kondensator ist wohl kaputt. Ersatzeile in St. Marta gibt es nicht. Wir versuchen es in Cartagena und hier klappt es jetzt: der Kühlschrankmann nimmt die Kiste mit, lötet für 100€ einen anderen gebrauchten Kondensator dran und Frank baut alles am nächsten Tag wieder ein. Bisher läuft die Kiste! Hoffentlich bleibt es dabei, dann hätten wir uns viel Nerv und Geld gespart.
Wir treffen uns jetzt sehr oft mit der GAIJA (www.gaijasailing.blogspot.com). Leif und Morten spielen gerne mit der 6-jährigen Pim, obwohl sie nicht die gleiche Sprache sprechen. Wir machen zusammen einen Ausflug an den Strand von Bocagrande und eine Kutschtour durch die Stadt.
Ansonsten sind wir wie überall mit der Versorgung beschäftigt. Das Fahrrad hilft uns sehr, so kommt man schnell zu all den Läden und Märkten.

Von Taganga bis Puerto Velero

Limo trinken so schnell wie geht, Taganga


Kinderversammlung auf der Pliosaurus

am Strand von Puerto Velero

in der Lagune von Puerto Velero

Nina nachmittags

die Wellen vormittags

deutsche Würstchen grillen

Taganga ist ein "Fischerdorf", das bei Rucksacktouristen wohl sehr beliebt ist. Keine Hochhäuser, viele Strandlokale und viel Party in den Abendstunden.
Wir gehen sehr nett Fisch und Huhn essen, diesmal günstiger. Schnorcheln leider nicht so dolle da trübe, genauso wie im Tayrona Park. Des nachts bescheren die Berge uns wieder mächtig starke Fallböen aber der Anker hält und hält. Am Strand unterhalte ich mich mit einer alten Dame (die blonden Kinder fallen auf und sofort wollen alle wissen, wo wir herkommen). Als sie fragt wo wir wohnen und ich ihr erkläre, dass wir auf einem Segelschiff leben, kann sie es gar nicht glauben und fragt, ob wir auch Betten und ein Badezimmer haben.
Zwei Tage später sind wir zurück in Santa Marta, wo inzwischen die PLIOSAURUS aus Norwegen eingetroffen ist. Sie haben 3 Jungs und für den Abend waren wir auch schon gleich zum klönen auf ihr Schiff eingeladen, zusammen mit der französischen Familie. Es gab reichlich Videobespaßung und Snacks für die Kleinen sowie Bier für die Großen. In der Nacht bekamen wir den stärksten Wind seit langem. Unser Fingersteg brach fast ab und fast alle Zelte vom Hafenfest gingen kaputt. In Santa Marta ist viel los: es wurde der Geburtstag der Stadt gefeiert, an diversen Ecken sind Bühnen errichtet worden und Musik kommt von allen Seiten. Die ganze Stadt feiert. Wir gucken uns ein wenig der etwas militärisch angehauchten Straßen-Parade an und gucken beim Beachvolleyballtunier zu. Mama möchte auch (bei der Hitze würde ich wahrscheinlich nach 5 Minuten zusammen brechen).
Am 27.7. fahren wir über Nacht nach Puerto Velero, eine schmale Landzunge, die Wind und Wellen perfekt abschirmt. Es wird dort eine neue Marina gebaut, die auch schon von ein paar Fahrtenseglern genutzt wird. Wir ankern weiter drinnen und sind umrundet von flachem Wasser und mit Palmwedeln bedeckten Strandsonnenschutzhütten. Kiter und Windsurfer fahren am Boot vorbei. Wir gehen baden und erkunden die Surfmöglichkeiten. Auf der Luvseite gibt es 1 Meter hohe Wellen und Sideshore Wind. Jede Menge Treibgut bietet ideale Spielbedingungen für die Kinder.
Am nächsten Tag gehen wir bei schönen Bedingungen kiten in der Welle und haben viel Spaß mit den kleinen Wellen. Bischen so wie St.Peter-Süd.
Morgens weht der Wind aus der anderen Richtung, so dass wir Wellenreiten gehen können. Zwar nicht groß, aber ein paar schöne Ritte sind drin. Frank grillt mit den Jungs Würstchen am Strand, alle sind glücklich.

Am 1.8. versuchen wir die 40 Meilen nach Cartagena zu segeln, es wird aber leider mehr motort als gesegelt. Der Wind, der zum Kiten nachmittags so schön aufkam, hat uns im Stich gelassen, stattdessen gibts Gewitter mit viel Gegenwind. Trotz der Schaukelei wird keiner ernsthaft seekrank und wir können mit dem letzten Licht nach Cartagena einlaufen und lassen den Anker neben der Gaija aus Schweden fallen.

Donnerstag, 25. Juli 2013

Tayrona Park

Spaziergang im Park auf der Straße






Nach 2 Wochen bekamen wir die Erlaubnis, in den Tayrona-Park fahren zu dürfen. So brachen wir am 18.7. morgens auf, gegen den Wind ein paar Meilen um die Ecke. 2 Stunden motorten wir gegen die Wellen an, dann waren wir in der Bucht Gaiaroa. Im ganzen Park waren wir die einzigen Segler. Fischer gibts hier ein paar und sonst aber recht viele Touristen, die von der Landseite kommen. Der Nationalpark ist traumhaft schön mit vielen wellen- und zum Teil windgeschützten Buchten, umrahmt von hohen Bergen, die alle sehr grün sind. Aufgrund anhaltener Trockenheit gibt es zum Glück kaum Mücken. Die Strände sind sehr schön, zum Teil mit kleinen Wellen, toll für die Kinder. Wanderwege gibt es leider keine - hier kommen nur Strandtouristen her. In den Nächten wurden wir allerdings von extrem starken Fallböen aus unterschiedlichen Richtungen heimgesucht. Die Ankerkette wurde ordentlich vertüddelt und viel Schlaf gabs nicht, bei jeder Böe denkt man, dass alles wegfliegt. Am ersten Tag wurden wir sogleich von der Coastguard gefilzt, aber alles war in Ordnung. Nach 2 Tagen wechselten wir in die Nachbarbucht Neguangue. Hier werden jeden Tag etliche Busladungen zum Playa Cristal gefahren, so dass der Strand an dem wir lagen, quasi leer war. Am Ende der Bucht fanden wir eine tolle Stelle mit viel Treibholz. Hier feierten wir auch Franks Geburtstag mit ebenso grandiosem wir teurem Fischessen im Restaurant. 
lecker Fisch

Am 23.7. hatten wir keine Lust mehr auf Fallböen und unser Eis im Kühlschrank war schon lange geschmolzen. So segelten wir wieder zurück in die Bucht von Taganga.


Mittwoch, 17. Juli 2013

Mortens Geburtstag

GESCHENKE
neues Haustier: Bello


So viel hat sich verändert in dem Jahr das wir schon unterwegs sind. Aus dem Baby, das noch nicht laufen konnte (geschweige denn sprechen) ist ein kleiner frecher Junge geworden, der gerne den ganzen Tag Quatsch macht. Am Anfang war er noch hilflos Leifs Attacken ausgesetzt und jetzt ist es eher andersrum: So wird Leif gerne mal geschubst, so lange angeschrien, bis er weint und sich die Ohren zuhält oder es werden Legoaufbauten zerstört. Kletterkünste sind soweit verfeinert worden, dass er jetzt sogar auf Bäume raufkommt und ein beliebtes Spiel im Cockpit ist "hängen" am Bimini. Auch Hüpfen ist kein Problem mehr. Da dachten wir ja lange Zeit, das Kind lernt nie sprechen und ein paar Monate vor seinem Geburtstag gings dann doch recht zügig los und nun redet er zumindest für mich schon ziemlich verständlich. Seine Lieblingsspiel ist seit der Atlantiküberquerung Fische angeln, töten, schlachten und essen. Der Plastikhai, den es zum Geburtstag gab, verursachte große Freude, wurden doch leider in Martinique diverse Plastikexemplare über Bord geworfen. Morten liebt seine Milch zum Einschlafen mittags und abends, andere Mahlzeiten sind eher mühsam. Das Interesse am Spielen ist größer. Genauso wie sein großer Bruder hat ein ein sehr sonniges Gemüt, daher sieht man die beiden oft zusammen lachen und herumalbern.
Der Geburtstag wurde mit Kuchen begonnen, anschließend gings zum Strand und zum Mittag gabs das Lieblingsessen der Kinder: Bratbananen und Wurzelrohkost. Am Nachmittag haben wir noch eine kleine Feier in der Marina gegeben, es liegt hier noch ein französisches Schiff mit zwei Mädels, die begeistert mitgefeiert haben.

Wir wollen morgen aufbrechen in den Tayrona Nationalpark. Dann haben wir erstmal kein Internet fuer die naechste Woche oder wie lange wir dort mit unseren Vorräten auskommen. Der Kühlschrank ist immer noch kaputt und wir besorgen uns hier auch keinen neuen mehr. Das muss jetzt warten bis Panama.
Solange müssen wir uns Eis holen, das reicht dann 2-3 Tage.

Dienstag, 9. Juli 2013

Santa Marta


Markt

sonntags

lecker Fleischspieße





beim Pozo Azul


Schöne Marina hier: recht günstig, stadtnah, strandnah, Internet (manchmal), Wasser und Waschmaschinen....
Leider gehts mir nicht so gut, hab mir wohl vom Straßenstandessen ne Darmgrippe eingefangen. Der Rest der Familie ist zum Glück bisher verschont geblieben. So macht Frank Ausflüge und Besorgungen mit dem Fahrrad und die Kinder fahren Fahrrad/Roller oder spielen am Strand.
Wir machen einen Ausflug nach Minca in die Berge und wandern zum Pozo Azul.
Mal sehen wann wir hier wegkommen, das Einklarieren ist eine langwierige Angelegenheit und wir brauchen noch nen Permit für den Tayrona Park. Zum Glück macht das alles der Agent.
Uns gefällt es sehr gut hier, das Klima ist noch so gerade erträglich, es weht hin und wieder etwas Wind.

Donnerstag, 4. Juli 2013

Cabo de Vela

bei den Wayuu Indianern

Mahi Mahi

Es ist geschafft! Columbien...Festland nach 9 Monaten...
nun sind wir in Santa Marta.
viel Wind vor Santa Marta
Nachdem wir dem Lärm auf Aruba entronnen waren, kamen wir am Morgen des 30.6. am Cabo de Vela an. Entgegen der Horrorgeschichten über diese böse Ecke und dank unserer Zeitplanung hatten wir am Cap überhaupt keinen Wind mehr und mussten noch etwas motoren. Dafür hatten wir reichlich Fisch nur leider keinen Kühlschrank, um unseren Fang länger haltbar zu machen. Die Bucht hinter dem Cap ist sehr flach und daher ein tolles Kiterevier. Da konnten auch wir nicht so nah an den Strand ran. Morgens war immer kein Wind, aber mittags gings dann richtig los mit bis zu 8 Windstärken. Die Überfahrt mit dem Kayak war recht abenteuerlich: Alle in Badesachen, Morten mit Handtuch über dem Kopf. Und am Strand kann man sich dann überlegen, ob man sich vor diversen Wayuu Indianer Familien umziehen möchte...
Erst hatten wir etwas Bedenken unsere Kayaks liegenzulassen, aber als wir uns entfernt hatten, ist keiner mehr zu den Kayaks gekommen. Wir konnten ein paar Dollar tauschen und sind zweimal kiten gegangen. Grandios, perfektes Flachwasser und toller Wind.
Nach 2 Tagen segeln wir weiter nach Santa Marta. Zunächst haben wir recht moderate Winde und kaum Welle, die Kinder und ich sind nicht seekrank und jede Menge Fische beißen an (wohin damit???). In der Nacht wird es härter, die Windrichtung wechselt und Frank hat viel zu tun. Am Morgen des 4.7. sind wir kurz vorm Ziel und die Wellen werden immer steiler und der Wind wird immer stärker. Bald haben wir 9er Böen dabei und laufen nur noch mit der Kutterfock. Zum Glück fühlt es sich noch ganz gut an, da wir mit dem Wind segeln. Dann dürfen wir um die Ecke und alles wird ruhig, Santa Marta ist erreicht.