Montag, 27. Mai 2013

Venezuela - Blanquilla



Taco essen bei Schernikau

Mittagspause mit Alfonso

Von Grenada gings am 15.5. los zur Isla Blanquilla. Wir segelten früh morgens los und am nächsten Morgen waren wir da. Es war ein ausgesprochen schöner Törn, wo diesmal keiner seekrank war und wir kurz vor Ankunft einen Thunfisch und einen Yellowfin Tuna an die Angel bekamen. In letzteren biss dann beim Einholen kräftig ein Barrakuda rein, so dass der Fisch nicht mehr ganz so ansehnlich war, Egal. Schnell 2 Portionen Tuna eingeschweißt und ins Eisfach gelegt - so hält er sich noch etwas länger.
Wir segeln zur Südküste und besuchen mit der ganzen Familie die Coast Guard: alles ist wie geleckt, die Jungs haben wirklich nicht viel zu tun. Diverse Jünglinge in Uniform bemühen sich um uns, wir zeigen unsere Papiere und nach kurzer Zeit taucht zum Glück Alfonso, ein Fischer, auf, der fließend Englisch spricht. Alles ganz easy, wir dürfen bleiben so lange wir wollen. Wir verholen zum Strand an der Westküste, wo noch 2 weitere Yachten vor Anker liegen. Alfonso besucht uns am nächsten Tag und nachdem wir ihm und seinen Fischern Rum und Cola geschenkt haben, bekommen wir 2 riesige Barrakudas filetiert - jetzt haben wir wirklich Fisch satt.
Die Insel ist trocken und in der Mitte wachsen Kakteen und Salzseen. Etwa 200 Esel und die Guarda Costa bewohnen die Insel. Die Strände und die Riffe sind ein Traum in weiß und türkis. Das toppt sogar Barbuda. Wir bleiben ein paar Tage und genießen Strandleben, Fischreichtum und Schnorchelei. Sogar Morten kommt in den Genuss, ein paar Fische mit dem Guckkasten zu sehen.

Dienstag, 14. Mai 2013

Grenada

Um den Grand Etang

Leif unglücklich nach der Wanderung, weil zu matschig

eingeschlafen im Bus - wie immer


Wir sind nun seit ein paar Tagen auf Grenada im Yacht Club in St. George. Cariacou hatten wir recht zügig verlassen, da Morten mal wieder den Niedergang runtergestürzt ist und leider nicht sofort wieder aufgestanden ist. Lag nur noch in der Koje und konnte/wollte sich nicht mehr bewegen, wegen der Schmerzen an der Schulter. Am nächsten morgen beschlossen wir dann nach Grenada zu segeln und Morten zum Arzt zu bringen. Im Laufe des Tages ist er dann aber zum Glück doch aufgestanden und außer einer Prellung an der Schulter, bzw. Hals ist alles wieder gut. Seitdem rüsten wir auf für Venezuela, überlegen hin und her, welche Inseln wir anlaufen sollen und entscheiden uns dann aber doch für die sicherere Route ohne Einklarieren über Blanquilla, Los Roques und Aves. 
Am Donnerstag morgen soll es losgehen, so dass wir am nächsten Tag dann bei Tag da sein können. in Venezuela werden wir wohl kein Internet haben, so dass wir uns erst wieder von den ABC- Inseln melden werden.

Samstag, 27. April 2013

Union Island


Frank vor Happy Island
Abstecher nach Mayreau



Small Talk mit Sam

Hinter Fregate Island
Auf dem Weg nach Tobago trifft leider schon nach kurzer Zeit eine Gegenströmung auf uns, so dass wir statt 6 Knoten nur 2 Knoten machen. Der Wind ist zwar ok, aber der Seegang ist chaotisch wie immer, so dass ich diesmal sogar mit Pflaster seekrank werde. Auch Morten und Leif sind seekrank und die Schüssel wird ständig weitergereicht. So macht das keinen Spaß und voran kommen wir auch nicht. Einziges Highlight: wir fangen wieder einen Barrakuda. Wir disponieren spontan um und biegen ab nach Union Island (Grenadinen). Hier kommen wir am 21.4. morgens an. Geankert wird praktischerweise direkt am Kitespot, was an den nächsten Tagen gleich genutzt wird. Wellenreitspots sind aufgrund schlechtem Swells allerdings nicht zu finden. Heute oder morgen werden wir eine andere der umliegenden Inseln erkunden. 

Wir fahren für ein paar Tage nach Mayreau, wo wir auch endlich mal wieder zum Wellenreiten kommen. Die Enge mit den Charterkats vertreibt uns allerdings wieder nach Union zurück. 
Da wir hier toll kiten können, beschließen wir länger zu bleiben und machen noch ein paar fällige Bootsbastelein (neue Reißverschlüsse fürs Sprayhood, Moskitonetze, Klopumpe, Ölwechsel..).
Wir gehen wiederholt kiten, bis wieder alle Sprünge von früher sitzen.

Bald fahren wir weiter in den Süden: über Cariacou nach Grenada.

Donnerstag, 18. April 2013

Martinique

Nun sind wir seit ein paar Tagen auf Martinique. Diverse Einkaufswagen wurden gefüllt und wir treffen viele nette Leute. Unter anderem die Mango (Mango Blog), mit der wir uns in Le Marin verabredet hatten. Leif, Niklas und Ilka hatten ein paar sehr schöne Tage und alle freuten sich, deutsch sprechen zu können. Tränenreicher Abschied unter den Kids.
Der Kühlschrank für wenig Geld vorerst wieder heil. Leif bekommt Schnorchelausrüstung und Morten geht jetzt am Strand auch alleine schwimmen.
Morgen wollen wir nach Tobago segeln. Dann ist erstmal Schluss mit Europa!

Samstag, 6. April 2013

Dominica - Teil 2

In der heißen Badewanne mit IONA

im Wald

Valley of Desolation, nur Frank

Titou Gourge von oben
Rouseau hat zwar keinen Strand, aber wir wollen ja auch in den Wald. Wir machen an der Mooring von Seacat fest, wo Frank direkt einen Trip zum Boiling Lake klar macht. Wir besuchen mit den Kids den Botanischen Garten, die Trafalgar Falls und die Middleham Falls, wo Leif grandios motiviert 3 Stunden durch den Regenwald krakselt. Morten findet es auf Franks Rücken auch nicht so schlecht. Frank besichtigt mit ein paar anderen den Boiling Lake und das Valley of Desolation. DIe IONA mit Chris, Katie und Leili (genau Mortens Alter, kennen wir schon aus English Harbour) kommt aus dem Norden nach und ich mache mit ihnen ohne die Kinder eine kleine Tour zur Titou Gorge. Toll, mal ohne Anhängsel unterwegs zu sein und auch mal etwas schneller als Leifs Tempo laufen zu können. Nach einem Einkaufstag machen wir dann alle zusammen eine Tour zum Champagne Reef und den Sulfur Springs. Leif übt fleißig Englisch und Morten spielt mit Leili. Als krönender Abschluss des Tages entspannen wir alle im Hotpool am Strand (Temperatur frei wählbar).



Freitag, 5. April 2013

Dominica - Teil 1

Fotomodel




Flusspaddeln - Layou River
Leif 3 Stunden zu den Middleham Falls

Der Törn nach Dominica wird leider auch nicht so nett, kaum sind wir um die Ecke, ballert es wie Sau und Welle hats auch ordentlich. Morten und Leif legen sich beide nach dem Frühstück gleich wieder im Cockpit hin, Morten macht einen Protestmittagsschlaf schon um 10 Uhr und Mama kotzt später dann auch noch. Naja, wissen wir ja langsam, dass Tagestörns nix für uns sind, dafür ist das Elend dann auch zum Glück schnell vorüber. Schon auf dem Weg in die Bucht von Portsmouth werden wir vom ersten Boatboy angefallen, der uns den Indian River verkaufen will. Seit Jack Sparrow hier im Sumpf war, ist die Touriattraktion noch größer geworden. Wir danken ab und suchen uns einen Ankerplatz. Dass die Peter von Seestermühe schon da ist, haben wir bereits auf dem AIS gesehen. Wir haben Glück, die ganze Familie ist an bord und macht Osterurlaub. So kann Leif zwei Tage mit deutschen Jungs spielen (Gard ist 9 und Mark ist 3,5), er ist so begeistert, dass er gar nicht mehr an bord will und über Mittag auch gleich einen Sonnenbrand am Strand bekommt. Zwischendurch kommt unser erster ensthafter Schaden: der Kühlschrank will nicht mehr. Mist. Doch die Peter will nach Norden und wir nach Süden. Portsmouth hat zwar einen schönen Strand mit Schatten spendenden Bäumen, aber der Ort ist recht armselig und wir wollen WALD. Also auf nach Süden. Wir machen Station vor Layou, wo wir mit unseren Kayaks versuchen den Fluss hochzupaddeln. Wir kommen zwar nicht so weit und müssen auch mehr waten als paddeln, aber die ganze Aktion ist super schön und sehr lustig. Ach ja, und dann war ja noch Ostern. Wohlweislich hatte ich in Guadeloupe gut eingekauft und so fand der Osterhase den Weg zum Schiff und vor allem Leif hatte viel Spaß am Suchen und Aufessen.
Ostermontag wechseln wir nach Roseau.

Freitag, 29. März 2013

Guadeloupe und Les Saintes

Nach einem kurzem Zwischenstopp in Jolly Harbour auf Antigua (wir treffen unerwartet noch holländische Freunde) fahren wir am 12.3. weiter nach Guadeloupe. Es wird ein entspannter Törn, vor allem weil wir bis etwa Mitternacht unterwegs sind und die Kinder die Hälfte der Zeit schlafen. Wenn wir tagsüber segeln, müssen die Kleinen doch mehr oder weniger die ganze Zeit beachtet werden, so dass man kaum Zeit hat, nach Walen oder so Ausschau zu halten. Dann wird Frank zum Einhandsegler und ich zur Nanny. Fische beißen keine mehr an. In der kleinen Bucht von Deshaies fällt der Anker vor 30 anderen Yachten. Als wir aufwachen beglückt uns Guadeloupe mit sehr viel Grün. Und dass, obwohl wir auf der trockeneren Leeseite der Insel liegen. Der kleine Ort ist touristisch ganz hübsch aufgemacht, die Preise im Minicarrefour sind leider aber nur unwesentlich niedriger als in Antigua. Wir versuchen uns an einer Bachbettwanderung, die aber aufgrund nicht vorhandenem Weges schnell wieder zum Umkehren zwingt. Leif ist trotzdem begeistert von so viel Wald. Begeistert sind wir ausserdem von den französischen Croissants und Baguette.
Am 14.4. segeln wir bei schwachen Winden nach Süden zur Ile de Pidgeon. Wir sehen Wale vorbeiziehen. Am Abend bemerken wir, dass eine holländische Yacht das Ankern partout nicht gebacken bekommt und wir sehen, dass der Anker mittlerweile auch total vertüddelt ist. Frank macht die Funke an und tasächlich kommt kurze Zeit später schon der Hilferuf. Frank legt einen Anker für sie aus und es stellt sich heraus, dass der Skipper gar nicht an bord ist und der Rest nicht wirklich Ahnung hat. Die Hilfe macht sich bezahlt. Wir bekommen für den nächsten Tag ein Mietauto zur Verfügung gestellt. Große Freude, jetzt können wir die Insel auch mal von innen sehen. Am nächsten morgen starten wir eine kleine Tour über die Berge und fahren durch tollsten Urwald. Wir gucken uns einen Wasserfall an und verbringen den Rest der Zeit im Leaderprice, wo wir den ganzen Kofferaum vollladen.
Das Gebiet um die Inseln ist ein Naturschutzgebiet und wir können viele Schildkröten und Fische bewundern.
Am 17.3. fahren wir in die Marina von Basse-Terre. Hier füllen wir unseren Wassertank auf, den wir seit den Kanaren nur sporadisch mit unserem Wasser aus dem Wassermacher betankt haben. Wäsche waschen und weitere Einkäufe stehen an, damit wir für die Saintes gut versorgt sind. Basse-Terre ist eher heruntergekommen, einziges Highlight ist für mich, dass am Strand Beachvolleyball gespielt wird.


Frohe Ostern!


Mortens Lieblingsspielzeug


Am 19.3. starten wir zu den Saintes, leider herrscht die 10 Meilen ziemlich starker Gegenwind, so dass Morten und Leif seekrank werden. Bei Ankunft stellen wir fest, dass man nicht mehr irgendwo in der Bucht ankern kann, sondern Moorings und ein abgetrenntes Feld zum ankern da sind. Wir sichten immerhin drei bekannte Boote. Da wir nun nicht mehr so dicht am Ort liegen, bringt Frank schnell das Rad an Land und wir machen abwechselnd Erkundungstouren. Der Oststrand eignet sich leider nicht zum kiten und so verholen wir hinter die Ziegeninsel. Dort treffen wir uns mit den Franzosen, die wir schon aus Peniche kennen. Frank geht Fische schießen und Leif darf in der Poterie selber töpfern und anmalen. Unsere Freunde beschließen, noch einen Tag länger zu bleiben und so machen wir am frühen Abend ein schönes Picknick mit Fische braten und Popcorn. Wir wechseln noch mal in die Bucht vor dem Ort und treffen dort auf die Maolis, Schweizer, die Frank noch von früher kennt und die wir in Tazacorte getroffen hatten. Leif ist ganz aufgeregt, endlich wieder jemand, mit dem man deutsch sprechen kann. Der Ort ist extem touristisch und man sieht nur teuere Restaurants, Souvenirläden und kaum mehr Schwarze. Hier haben sich eine gane Menge Bretonen niedergelassen. Für uns und die Kinder ist das ganze Geschehen nicht so dolle, man wird auch an jeder Ecke von Mietrollern umgefahren.
Wir flüchten in eine einsamere Bucht, wo wir Iguanas zum Anfassen nahe sehen können.

Am 27.3.verlassen wir morgens die Saintes in Richtung Dominica.