Donnerstag, 22. November 2012

Corralejo mit Ralf und nach La Palma

Wir haben Glück: Ralf, den wir eigentlich im Süden von Fuerte besuchen wollten, macht eine Surflehrerausbildung und ist 2 Wochen lang in Corralejo stationiert. Er muss nachmittags bis abends zur "Schule" und den ganzen Rest des Tages hat er frei zum surfen oder um mit uns etwas zu unternehmen. Ich kann auch endlich wieder ins Wasser, paddele z.B. mit dem Kajak zu Rocky Point, während Frank sich leider auch beim surfen in Lobos den Fuß aufschneidet und pausiert. Wir besuchen mit Ralf den Northshore, Cotillo, Tindaya und vor allem den China-Laden, wo die Jungs sich mit Angelzeugs ausrüsten. Franks Fuß ist dann auch irgendwann wieder heil und weitere Surfsessions folgen. Zwischenzeitlich warten wir ein weiteres Tief ab und gehen wieder in den Hafen, wo Frank mit der gleichen Brotfangmethode wie in Graciosa viele Salemas aus dem Wasser zieht, so dass wir wieder reichlich Fisch zu essen haben. Die Kinder genießen den Besuch von Ralf sehr und Leif ist viel ausgeglichener als sonst. Der Versuch den Vulkan auf Lobos zu besteigen, scheitert durch Kentern von Frank und Morten, wobei Frank sich noch mal den Fuß aufschneidet und das Handy baden geht. 
Anfahrt auf Lobos
Frank kitet Hierro

ankern am Spot

mit Ralf und Renate


lecker Choco geangelt

am Northshore

Nina und Renate, Lobos

Alles nicht so tragisch, wir haben am 7.11. endlich den richtigen Wind für die Fahrt nach La Palma. Leider auch diesmal nicht ohne Motor, wie immer kurz vorm Ziel verlässt uns der Wind und wir fangen an zu motoren. Wollten wir ja eigentlich nicht, da unsere Motorwelle schlecht gelagert ist und der Motor nicht so belastet werden soll. Doch leider ist gerade an diesem Tag der Wind gegen uns und weht an der Westseite von La Palma teilweise mit 9er Böen uns entgegen. Irgendwann haben wir es dann doch geschafft und wir werden im Hafen begrüßt von meinen Eltern.
Wir freuen uns sehr, eines unserer großen Reiseziele erreicht zu haben und besonders Leif freut sich natürlich, seine Großeltern wieder zu sehen. (Als wir am nächsten Tag wieder von Las Indias zum Schiff fahren, denkt Leif wir segeln schon weiter und ist schon ganz traurig.) Die nächsten 2 Wochen bleibt Frank auf dem Schiff und bastelt, während der Rest „Urlaub“ im Haus meiner Eltern macht. Amzer Zo kommt an Land und Frank ersetzt das zum Glück passende Wellenlager, setzt neue Fenster ein und was sonst noch so alles (fast) auf der Liste stand.
Wir machen derweil vor allem Strandausflüge, da Wanderungen mit den Kindern nicht so gut gehen. Morten findet die Zeit an Land toll, er kann endlich so viel rumlaufen wie er will. Und Leif kann nach Herzenslust mit all den vorhandenen Spielsachen spielen, solange Morten ihn nicht stört. Ich kann auch mal ein Buch zur Hand nehmen und meine Eltern können noch mal so richtig ihre Enkel genießen und beobachten.
Doch schnell gehen die 2 Wochen um und wir müssen Proviant kaufen und an unsere Fahrt zu den Kapverden denken. Die Kinder und ich sollen noch die Gelbfieberimpfung bekommen und dann wollen wir mit meinen Eltern zusammen nächste Woche nach La Gomera segeln. 
La Palma
auf See
einlaufen in Tazacorte









Dienstag, 6. November 2012

bald gehts wieder los

Alle Wunden sind (fast) verheilt, alle surfen wieder und jetzt haben wir aber genug von Corralejo. Morgen gehts hoffentlich weiter nach La Palma. Mehr über unsere Zeit in Fuerte gibts dann von dort. 

Lobos
 

Montag, 22. Oktober 2012

Fuerte und Lanza 2

surfspot graciosa


morten und Bien

Leif und Alicia beim grillen

Sonnenuntergang graciosa

Frank angelt
Tja, nun sitze ich hier an einem der schönsten Ankerplätze, die man sich vorstellen kann: angenehmes Klima tags so 25 C, morgens 20, Wasser 25, Wellen direkt um die Ecke, Lagune direkt vor uns. Hier auf Lobos bleiben wir jetzt erstmal so lange wie geht. Schade, dass nur Frank surfen geht und ich mit Gummistiefeln aus dem Kat plumpse... die Wunden heilen langsam, zum Glück hat sich nichts entzündet. Aber ne Woche Surfpause muss ich wohl noch einlegen. Und was war vorher noch so passiert?
Auf Graciosa waren wir ja ne ganze Weile, bis es uns etwas zu langweilig wurde. Surfen ging nicht so recht, weil die einzig laufende Spot zu weit weg war und kiten machte bei ablandigen Wind auch nicht so viel Spaß. Wind oder Kite unten und schon landet man in den Yachten. Morten übt laufen, kommt aber nur 3 Schritte weit und Leif übt schwimmen, geht aber nicht ins Tiefe. Wir freunden uns mit der ILE DU NORD an und Leif hat wieder neue Spielpartner.
Wir segeln nach Corralejo, ankern erstmal und drängeln uns am nächsten Tag zusammen mit der OSTREA und der ILE DU NORD an den abweisenden Security Heinis vorbei in den Hafen. Nach viel Gezeter dürfen wir dann bleiben. Die Kinder freuen sich und die Eltern füllen Lebensmittel- und Angelvoräte auf, Wäsche wird gewaschen. Wir gehen kiten am Flagbeach, abwechselnd mit dem Rad und da passiert es dann: Der Kite war für mich doch etwas zu groß, auf dem Wasser gings natürlich aber dann war Niedrigwasser und das ganze Riff lag trocken. Im Gegenlicht war es nicht möglich eine passende Stelle für den Ausstieg zu finden und dann wurde ich ordentlich über so ein stacheliges Riff gezogen. Die rechte Hand mit 3 tieferen Wunden ziemlich demoliert, die linke nur eine kleinere Wunde, im linken Fuß ein Loch und der rechte Fuß auch noch mit 4 kleineren Wunden. Zum Glück war Timo und seine Familie noch am Strand, so dass ich dann mit dem Taxi zurückfahren konnte und wir zusammen zum Verbinden zur Notfallstation fahren konnte, von wo ich als Mumie wieder rauskam. Nach 3 Tagen im Hafen fahren wir alle zusammen rüber nach Lanza zum Playa Papagayo, wo wir noch mit anderen Strandgrillen veranstalten. Viele Kinder, viele Bekannte, abenteuerliches anlanden mit dem Dingi wegen Verletzung und ein sehr netter Abend.
Da schlechtes Wetter kommen sollte und ankern für mich nicht so günstig ist, beschließen wir in die nächstgelegene Marina zu fahren, die anderen folgen uns. Leider ist es hier sehr teuer und so künstlich wie eine Hotelanlage (natürlich mit Pool). Immerhin bekommen wir einen Mädelsabend organisiert, macht doch auch mal wieder Spaß....Morten läuft nun schon ganz gut und Leif traut sich im tiefen Wasser zu schwimmen (mit Schwimmhilfen).
Wir flüchten nach dem Regen zurück nach Corralejo und begeben uns den nächsten Tag nach Lobos.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Fuerte und Lanza

Zur Zeit sind wir auf Lanzarote in einer sehr teuren Marina, die Kinder findens toll, alle Freunde sind auch hier. Vorher waren wir in Corralejo, mussten aber nach 3 Tagen aus dem Hafen raus. Leider habe ich mich beim Kiten an Händen und Füßen verletzt (das Riff war das letzte Mal als ich da war, noch nicht so trocken) und darf nicht ins Wasser. Daher ist ankern gerade nicht so angesagt. 
Jetzt müssen wir auch noch Ersatzteile für unsere Motorwelle finden, mal sehen, was wir so machen werden. Mehr dazu und Bilder gibts später..

Donnerstag, 27. September 2012

La Graciosa


lecker Salema

Anfahrt
Nach La Graciosa segelten wir am 23.9., nachdem sich der Hurricane Nadine entschieden hatte wieder auf den Atlantik abzubiegen. Wir hatten zwar nicht so viel Wind wie gewünscht, aber insgesamt sind wir recht gut durchgekommen. Unterwegs hatten wir Besuch von einem kleinen Vogel, der netterweise alle unsere Fliegen aufgegessen hat. Am 25.9. laufen wir abends in den Hafen von La Graciosa ein. Da wir keine Reservierung für den Hafen haben, sind wir am 29.9. ankern gegangen. Der Hafen hat eigentlich genug Plätze, aber die meisten sind besetzt von Dauerliegern, die hier billig ihr Schiff haben und dann aber auch nur sporadisch mal vorbeigucken. Dadurch sind alle anderen Plätze bis Ende des Jahres reserviert... In der idyllischen Bucht Playa Francesca liegen schon 5 Schiffe, die in den nächsten Tagen zu über 20 anwachsen. Auch die Ostrea mit ihren 3 Kindern ist wieder mit dabei.
Das Essen ist zwar recht teuer, aber dafür ist es hier traumhaft schön mit vielen Stränden und herrlich warmen Wasser.


Pascha Leif


Samstag, 22. September 2012

Nach Marokko

Nach einer Woche Peniche verabschieden wir uns am 8.9. mit leichten Winden, die uns aber schnell verlassen. So treiben wir durch die Nacht, denn auf motoren haben wir kein Bock. Leider will noch nichtmal ein Fisch an die Angeln. Am nächsten Tag leider immer noch nicht mehr Wind, so beschließen wir nach Cascais zu fahren, bis Sagres schaffen wir es so nicht. In Cascais treffen wir alle unsere Nachbarn von Peniche wieder. Wir liegen vor Anker und genießen Strandleben und machen ein paar Einkäufe in der Stadt. Am 11.9. bietet sich guter Wind an, um nach Marokko zu segeln. Voher spiele ich noch ein wenig mit der Angel herum, um auf Morten aufzupassen, da sitzt sie auf einmal fest. Beim herausziehen ist dann ein dicker Pulpo dran! Ein Paar Minuten später fängt Frank dann noch einen Sepia, da ist der Pulposalat komplett. 
Pulpo auf der Flucht

Die Fahrt nach Marokko verläuft recht zügig bei achterlichen Winden. Frank hat seinen Spaß und ich quäle mich mit Seekrankheit rum, während die Kinder diesmal vollkommen verschont bleiben. Da muss ich wohl noch ein paar andere Medikamente ausprobieren. Als Highlight überrascht uns ein Finnwal, der direkt bei uns um das Boot schwimmt. Er war etwa 15m lang, und damit bestimmt noch nicht ausgewachsen. Sehr beeindruckend und elegant! Nach 2,5 Tagen erreichen wir am 16.9. El Jadida.
Im Hafen machen wir an der OSTREA fest, welche dort als einzige Yacht liegt. Im engen Hafen quirlt und brodelt es von all den Fischern. Im Wasser schwimmt jede Menge Müll und es stinkt auch ganz schön. Leider entpuppt sich der Hafen als ziemlich teuer, so dass wir hier nur 2 Tage bleiben. Trotz alledem sind wir fasziniert von dieser fremden Welt und tauchen ein in wusilige Märkte und Menschenmengen zur Abendzeit, die alle auf der gleichen Straße hin und her ziehen. Direkt gegenüber von der Amzer Zo werden die Fische entladen (auch noch die ganze Nacht), so dass wir viel zu staunen haben. 



Hai

Wir folgen der OSTREA mit ihren 3 Kindern am 18.9. nach Essauoira. Wir haben wieder guten Wind und sind am nächsten Tag da.
Hier bietet sich ein völlig anderes Bild von Marokko, extrem viele Touristen, alles etwas netter und sauberer aufgemacht, vor allem in der Medina. Mir gefällts, vor allem der Strand, der direkt am Hafen anfängt. Zum Surfspot in der Bucht muss man dann allerdings doch wieder etwas gehen, aber es lohnt sich. Außerdem gibts statt Kamelreiten eine Kutschfahrt und Kunstwerke angucken auf dem Schrottplatz. Hier ist es zwar auch so teuer wie in El Jadida, aber wir bleiben trotzdem. 

surfen und Kamele

Medina

da wo keine Touristen sind


Am letzten Abend wurden wir noch netterweise von dem Captain des Rettungskreuzers zum Tajineessen eingeladen. Sehr gastfreundlich und nett.

endlich erstehen wir die ersehnten Badewannen für die Kinder

Montag, 10. September 2012

Kinderkram aus Cascais

Seit gestern liegen wir in Cascais vor Anker. Eigentlich wollten wir nach Sagres, aber der Wind ließ uns im Stich..


Ich wollte mal etwas zu Haltung von Kleinkindern an Bord erzählen:
Alles klappt soweit ganz gut, aber das Betreuen der Kinder ist doch ein Vollzeitjob für mindestens eine Person, d.h. meistens ich, da Frank dann doch sich mehr ums Schiff kümmert und die Kinder auch oft nur bei Mama sein wollen. Man kommt zwischendurch (vor allem wenn Morten Mittagsschlaf macht) auch mal zum lesen, abwaschen oder schlafen, ansonsten bleibt aber gerade mal eine Stunde, nachdem die Kinder im Bett sind.Vor allem Morten braucht doch noch ziemlich viel Aufsicht. Auf See sowieso, da alles schwankt und er auch nicht überall hindarf wo er hinwill und sonst auch: er kann ziemlich gut klettern, und innen will er dinge, die er nicht darf (Computer..) und draußen will er überall ihn. Mit Schwimmweste oder Lifebelt verhakt er sich ständig und ohne ist oft zu gefährlich... Wenn man nicht hinguckt fleigen alle Dinge über Bord..(heute leider schon 2 Schnullis verloren).
Leif ist dagegen einfach mit Hörspielen, Musik, Büchern und diversem anderen undefinierbaren Spielzeug bei Laune zu halten. Unsere eigene Musik dürfen wir aber nicht hören.....
An Land ist es einfacher, am Stand sowieso, aber auch beim Einkaufen. Morten wird getragen und Leif sitzt je nach Strecke im Buggy oder läuft. Einkaufen größerer Mengen machen wir aber besser im Alleingang.
Insgesamt ist es aber natürlich auch schön, so viel Zeit mit den Kindern zu verbringen und die beiden vertragen sich auch ziemlich gut. Und lustig ist es natürlich auch, z.B. wenn Morten unser Klo für eine Badegelegenheit hält..
Heute hat er auch endlich seine ersten Schritte gemacht. Etwa 3 Wochen früher als Leif damals.